Copaxone 1.0 – mein Einstieg

Warum die Überschrift Copaxone 1.0 lautet… Ich habe Copaxone insgesamt über zwei Zeiträume eingenommen. Ich berichte jetzt zunächst über die erste Behandlung, die 2007 begann. Zu meinem anderen Beitrag über die Therapie mit Copaxone kommst du hier: https://fanietude.com/copaxone-part-2/.

Nachdem ich immer wieder Schübe hatte und geprägt war von der Begegnung mit dem jungen Mann in der MS-Ambulanz, entschloss ich mich nun doch auf Anraten der Ärzte eine Basistherapie zu beginnen.

Copaxone

Copaxone hat den Wirkstoff Glatirameracetat. Der Wirkstoff wird subkutan, also ins Fettgewebe, injiziert.

Inzwischen gibt es zwei Darreichungsformen: täglich und dreimal wöchentlich. Damals wurde lediglich die tägliche Injektion angeboten.

Die Spritzen sollen im Kühlschrank gelagert werden. Ich habe jeweils dann in der Früh (wenn es nicht gerade 30 Grad hatte) die Spritzen aus dem Kühlschrank gelegt. Sie sollen eigentlich ca. ein bis zwei Stunden vor Verwendung Raumtemperatur bekommen.

Teva, die Pharmafirma, die Copaxone anbietet, stellt sogenannte MS-Schwestern bereit. Die Mitarbeiterinnen kommen zu dir nach Hause und klären dich über das Medikament und dessen Anwendung auf. Sie begleiten dich während der Therapie und stehen dir bei Fragen oder Problemen immer zur Seite.

Damals habe ich mich für diese Therapie entschieden, da sie meiner Meinung nach die wenigsten Nebenwirkungen nach sich zieht. Nach der Injektion kann es zu Rötungen, Quaddeln und Juckreiz an der Einstichstelle kommen. Dies ist die Hauptnebenwirkung.

Während der Einnahme von Copaxone war ich schubfrei. Ich muss zugeben, dass mich persönlich der tägliche Gedanke an “die Spritze” schon etwas stresste. Ich wurde somit jeden Tag an “meine Krankheit” erinnert. Obwohl ich ja eigentlich gar nicht an sie denken wollte…

Diese Nebenwirkungen hatte ich…

Ich hatte an den Einstichstellen Rötungen, Schwellungen und sehr starken Juckreiz. Der ging nach ein bis zwei Tagen meistens weg.

Schwellungen und Rötungen an der Flanke durch Injektion von Copaxone
Nebenwirkungen Copaxone

Was ich anfangs ebenfalls recht schnell bemerkte, war der Haarausfall. Ich hatte das Gefühl, jeden Tag noch weniger Haare auf dem Kopf zu haben. Für eine junge Frau schon belastend. Ich probierte in dieser Zeit alle möglichen Hairfiller und Präparate zum Haarwachstum aus. Ein lange Zeit habe ich dieses Medikament eingenommen.:

Ich ging außerdem zum Hautarzt, der mir bestimmte Tinkturen verschrieb, die aber letzen Endes nichts halfen, wenn ich ehrlich bin.

Nach einiger Zeit bekam ich wirklich massive Hautprobleme. An den Injektionsstellen zog sich das Unterfettgewerbe zurück und meine Beine sahen aus wie eine Kraterlandschaft.

Im Fachjargon schimpft sich das Lipoatrophie.

Zettel mit Auszug aus dem Krankenhausbericht
Auszug aus dem Krankenhausbericht

Wenn ihr mehr über das Medikament erfahren wollt, könnt ihr euch auf der offiziellen Seite informieren: https://www.aktiv-mit-ms.de/#_ga=2.134155470.1128418243.1560885626-608582680.1560885626

Gemeinsam mit meinen Arzt entschied ich mich dann gegen die Fortsetzung der Therapie mit Copaxone.

Nach Beendigung wurden mir dann mittels Eigenfettinjektionen die “Krater” wieder aufgefüllt. Die Krankenkasse übernahm einen Großteil der Kosten. Das stellte zwar eine ästhetische Behandlung dar, jedoch war die Ursache dafür ja die Medikation.

Was soll ich sagen… Dann fing die Suche nach einer geeigneten Therapie von Neuem an.

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