Die Sache mit dem Gewicht

Jetzt kommt ein heikles Thema… Als ich die Diagnose Multiple Sklerose (MS) bekommen habe, hatte ich ein Kampfgewicht von satten 113 Kilo!!! In diesem Artikel erzähle ich dir, wie ich es schaffte, nach der Diagnose Multiple Sklerose (MS) abzunehmen und mein Leben zu ändern.

Ich würde im Nachhinein behaupten, dass ich die Jahre zuvor (vor der Diagnose) sehr, sehr ungesund gelebt habe. Mein Gott… Ich war jung. Ich habe mir keine großartigen Sorgen um mein Gewicht gemacht. “Das wird schon wieder. Ist nur Babyspeck.”, hörte ich öfters. Erst in der Pubertät merkte ich dann, was mit mir eigentlich los ist. Erst, als es zu spät war.

Übergewichtiges Kind

Mir wurde klar, dass ich in Stresssituationen abartig viel esse. Das habe ich am meisten gemerkt, als Verwandte gestorben sind. Wenn man nur mal betrachtet, was bei mir so los war: Zwischen 2001 und 2007 sind vier Verwandte von mir gestorben.

Essen bei Stress

Damals hatte ich keine anderen Bewältigungsstrategien (erlernt) als zu essen. Traurig, aber wahr. Ich darf nicht zu hart mit mir selbst sein, aber wenn ich diese Bilder sehe, wird mir ganz anders. Ich werde traurig, melancholisch und denke mir: Wie konnte es nur soweit kommen?

Irgendwie habe ich meinen Körper nicht (mehr) gefühlt. Ganz komisch, wenn ich jetzt darüber nachdenke.

Es gibt nur wenige Bilder aus dieser Zeit von mir… Mein Selbstbewusstsein war damals nicht das Beste. Aber einige habe ich dann doch gefunden, um dir zu zeigen, wie ich damals aussah. Ich finde man sieht, dass es mir nicht gut ging…

Übergewichtige Frau

Zu der Zeit war ich es gewohnt mit üblen Worten attackiert zu werden… “Deutsche Panzer rollen wieder”, “Fetti Bumm Bumm” etc. sind nur eine geringe Auswahl der Beschimpfungen.

Und vielleicht an die dort draußen, die solche Worte in den Mund nahmen oder nehmen: Ihr habt mich geprägt und ihr habt in dieser Zeit sicher auch einiges in mir kaputt gemacht. Sowas sollte man keinem Menschen antun. Aber im Endeffekt bin ich euch nicht böse. Ihr seid selbst pubertäre Heranwachsende gewesen, die die Schwere ihrer Beleidigungen womöglich noch nicht einsehen konnten. Ich hoffe es zumindest.

Inzwischen steh ich drüber. Damals hätte ich mir nicht vorstellen können, solche Bilder mal zu veröffentlichen. Aber was soll´s… so war´s eben. Es ist ein Teil von mir. Und diese Erfahrung hat mich mitunter zu diesem Menschen gemacht, der ich heute bin. Danke!

Wie ich abnahm und mein Leben änderte

Die Diagnose war ein Schock. Ich dachte mir, dass ich irgendwas an meinem Leben ändern muss. Dass sich irgendwas an meinem Leben ändern muss. So konnte es auf alle Fälle nicht mehr weitergehen.

Ich fühlte mich nicht wohl in meinem Körper. Ich schämte mich. Es war belastend.

Ich fing an, Sport zu treiben. Außerdem aß ich weniger. Das versuchte ich selbstverständlich schon vor der Diagnose. Aber es klappte leider nie. Dieses Mal hatte ich den Willen, es zu schaffen. Der Leidensdruck war einfach zu hoch…

Ich meldete mich im Fitnessstudio an, ging zweimal die Woche schwimmen und fing mit einer Diät an.

Rückblickend nicht die gesundeste Art Gewicht zu verlieren. Ich nahm Eiweißpulver (almased). Es half tatsächlich. Mit viel Fleiß und Disziplin nahm ich insgesamt 45 Kilo Gewicht ab. Nicht nur durch Almased, aber mitunter.

Im Internet könnte ihr euch bei Interesse über die offizielle Seite von Almased mehr informieren. Bei der Almased Kur gibt es zum Schluss eine Stabilisierungsphase, damit der Jo-Jo-Effekt vermieden werden kann. Ich habe mich an die Vorgaben gehalten und konnte mein Gewicht halten. Nun schon über Jahre. Klar wiegt man mal 3 Kilo mehr oder weniger. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Ich habe gelernt, meinen Körper wieder zu spüren. Und es fühlt sich richtig gut an!

Und das ist das Stichwort… ZUFRIEDENHEIT. Heute würde ich keine Diät mehr machen. Ich möchte einfach zufrieden sein, wie ich bin. Ich bin zufrieden mit mir selbst.

Ich möchte mich nicht mehr täglich auf die Waage stellen. Es gibt sowas, wie ein Wohlfühlgewicht; da bin ich mir sicher.

Und das “mit sich selbst im Reinen sein” ist einer Meinung nach ein entscheidender Punkt bei Multipler Sklerose (MS).

Denk dran: Wenn du willst, kannst du alles schaffen. Lass dich nicht unterkriegen und kämpfe!

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